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Spielentwickler wurde im Iran zum Tode verurteilt

Vor einigen Tagen ging die Meldung durch die Medien, dass der US-amerikanische Spielentwickler Amir Mirzaei Hekmati im Iran verhaftet und in einem unfairen Prozess zum Tode verurteilt wurde. Als Begründung dieses Urteils wurde in erster Linie die ehemalige Zugehörigkeit von Hekmati zum CIA und zur US-Marine angegeben.

Laut verschiedener iranischer Quellen soll Hekmati aufgrund von weitreichenden Spionagetätigkeiten im Iran verhaftet und vor Gericht gestellt worden sein. Das Verfahren wird allgemein als nicht transparent und unfair bezeichnet, da dem Spielentwickler in erster Linie zur Last gelegt wird, er habe sich an der Produktion eines Spieles beteiligt, in welchem eine iranische Forschungseinrichtung sabotiert werden muss.

Im selben Spiel sollen sich zudem verschiedene Missionen befinden, in welchen der finale Kampf gegen die Truppen von Gaddafi sowie der letzte Einsatz gegen Osama bin Laden simuliert wird. Das Spiel wurde kürzlich von dem renommierten Gaming-Portal Kotaku getestet, wobei keinerlei spionageähnlichen Inhalte ans Tageslicht kamen.

Ein weiterer Grund für die Verhaftung und Verurteilung des Spielentwickler, stellt der Umstand dar, dass sich Amir Mirzaei Hekmati an der Entwicklung von einem Trainingsprogramm für US-Soldaten beteiligt hat, was von dessen Arbeitgeber der Firma Kuma Reality Games, bestätigt wurde. Eine iranische Presseagentur begründete das harte Urteil mit der Aussage, Kotaku wolle mit seinen Spielen die Aktivitäten der USA gegen den Iran in ein positives Licht rücken.

Die Mutter des Spielentwickler sprach sich gegenüber der Nachrichtenagentur AP klar und deutlich gegen die Vorwürfe in Bezug auf kriminelle Handlungen oder gar Spionagetätigkeiten von Seiten ihres Sohnes aus und machte hierbei ihrer Empörung gegen die Verhaftung und Verurteilung von Kotaku Luft.

Quelle: gulli.com
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